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Lesekarten


Lesekarten Tiere in Unterricht und Förderung

Die Lesekarten Tiere lassen sich vielseitig sowohl in verschiedenen Schulfächern als auch im Förderunterricht einsetzen. Sie eignen sich nicht nur für die Leseförderung, sondern auch als Anregung zum lebendigen Erzählen und Schreiben kleiner Geschichten, zum Ausbau des Wortschatzes, für Bewegungsphasen, kurze Pausen, kreatives Gestalten und vieles mehr.
Da viele der dargestellten Tiere (mit Ausnahme der Haustiere) den meisten Kindern unbekannt sein werden, sollten im ersten Schritt Bilder und Tiernamen eines Sets einander zugeordnet werden.
Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Die Karten mit Abbildungen und Tiernamen werden offen auf den Tisch gelegt, die Zuordnungskarte gut sichtbar daneben. Die Kinder nehmen nacheinander eine beliebige Karte an sich, suchen mithilfe der Buchstaben und Zahlen auf der Zuordnungskarte die Partnerkarte und legen das Paar zurück auf den Tisch. Das Tier wird dabei jeweils laut benannt („Das ist ein Skorpion.“).
  • Ein Tiername wird von einem Kind gezogen und vorgelesen; das passende Bild wird zunächst ohne die Zuordnungskarte zu finden versucht: Wie könnte dieses Tier aussehen? Mithilfe der Zuordnungskarte wird das Ergebnis überprüft und der nächste Tiername wird gezogen.
  • Eine Bilderkarte wird gezogen und der passende Tiername dazu gesucht. Kenne ich den Namen von diesem Tier? Wie könnte es heißen? Bei der Überprüfung hilft die Zuordnungskarte. Hinweis: Da hier im Ausschlussverfahren vorgegangen wird, sollte das Kind so gut lesen können, dass es nicht mühsam und frustrierend wird, einige Tiernamen nacheinander vorzulesen, die nicht zum Bild passen.

    Gab es Gelegenheit, die Tiere und ihre Namen kennenzulernen, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die folgenden Vorschläge können nach Belieben abgewandelt, ergänzt oder miteinander kombiniert werden. Beachten Sie aber bitte den unterschiedlichen Diversitätsgrad der einzelnen Kartensets: Während beispielsweise bei den Haustieren oder in der Savanne verschiedene Fortbewegungsarten und Lautäußerungen vorkommen, ist bei Vogelarten oder Bewohnern des Ozeans hier weniger Abwechslung zu erwarten (alle singen und fliegen bzw. schwimmen). Je mehr Sets vorliegen, desto besser lassen sich die Karten natürlich mischen und miteinander kombinieren.

Trios finden

Das Zuordnen der Beschreibung zum Bild erfordert keine Vorkenntnisse. Eine Karte wird gelesen und verstanden, die Bilder werden genau betrachtet. Die Karte wird zum passenden Bild gelegt. Anschließend werden die Karten verdeckt und gemischt. Nacheinander werden die Karten aufgedeckt und passende Trios gefunden. Ob nur eine Lesestufe vorgelesen wird oder beide, entscheidet die Lehrkraft oder das Kind. Hinweis: Für leseschwache Kinder bedeutet das abwechselnde Aufdecken von Bildern, Namen und Beschreibungen eine Entlastung, weil nicht immer gelesen werden muss. Es empfiehlt sich in diesem Fall, nur den ersten Satz der Beschreibung lesen zu lassen, der zweite kann von der Lehrkraft übernommen oder ausgelassen werden. Nach und nach soll das Kind aber Freude daran bekommen, selbst beide Sätze zu lesen und etwas über das Tier zu erfahren oder mithilfe der zusätzlichen Information das passende Tier besser finden zu können.

Sprachförderung

Reimen

Zu den Tieren werden Reimwörter gesucht: Was reimt sich auf Clownfisch? (Tisch, frisch) Es kann auch von der Lehrkraft ein Vers begonnen werden, der vom Kind mit dem passenden Reimwort vervollständigt wird: Der stolze weiße Schwan, der fährt nie mit der ... (Bahn). Für Profis: Das Kind erfindet eigene Verse.

Anfangs- und Endlaute

Die Tiernamen werden zur Thematisierung bestimmter (Anfangs-)Laute genutzt. Welches Tier fängt mit /k/ an? Bei welchem Tier hörst du ein /sch/ am Ende? Findest du noch mehr Tiere, die mit dem gleichen Laut anfangen wie der Delfin? (wichtig: Hierfür muss die Lehrkraft eine Vorauswahl treffen.)

Silben zählen

Die Tiernamen werden der Reihe nach vorgelesen und die Anzahl der Silben wird bestimmt. Das Tier mit den wenigsten/meisten Silben kann bestimmt werden.
Optional: In welcher Silbe ist der Tiername betont?

Versteckte Wörter

Welche Tiernamen sind aus mehreren Wörtern zusammengesetzt? Welche Wörter stecken in Wasserfrosch, Steinbock und Blaumeise?

Verben

Verben, die zu einem zuvor ausgesuchten Tier passen, werden gesammelt: schwimmen, springen, jagen, tauchen, rennen, fliegen, zwitschern ... Mit den Verben werden Sätze gebildet: Der Delfin springt. Die Blaumeise fliegt. Der Braunbär jagt.

Artikel

Die Tiere (Bilder und Namen) werden offen auf den Tisch gelegt und nach Artikel sortiert: der, die, das, ein, eine

ABC

Die Tiere (Bilder und Namen) liegen offen auf dem Tisch und werden nach dem Alphabet sortiert. Der Anfangsbuchstabe von welchem Tier kommt im Alphabet zuerst? Mit welchem Tier geht es weiter? Zu fehlenden Buchstaben können Tiernamen ergänzt werden: Kennt ihr ein Tier mit /b/?

Sprech-/Schreibanlässe

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Jedes Kind darf zwei Tiere aussuchen und entweder eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied benennen. Vorab wird der Tiername vorgelesen: Das ist ein Delfin und das ist eine Meeresschildkröte.

Welches Tier beschreibe ich?

Tierbilder und -namen liegen in Pärchen offen auf dem Tisch. Ein Kind zieht blind eine Beschreibungskarte und liest sie vor. Um welches Tier handelt es sich? Das darf das Kind selbst herausfinden oder die anderen Kinder/der Lernbegleiter. Variante ohne Textkarte „Ich sehe ein Tier, das du nicht siehst“: Ein Kind beschreibt ein Tier so, dass die anderen es erraten können. Nach und nach werden mehr Hinweise preisgegeben: Mein Tier ist weiß. Es kann fliegen. Es hat große Flügel.

Tiergeschichten

Ein Tier wird ausgesucht oder zugeteilt; eine kurze Geschichte wird (einem anderen Kind/der Klasse/dem Lernbegleiter) erzählt oder aufgeschrieben. Was könnte das Tier erlebt haben? Wen hat es unterwegs getroffen? Und wie endet das Abenteuer? Für Inspiration kann die Textkarte zum jeweiligen Tier sorgen. Natürlich kann in Gemeinschaftsarbeit auch eine lange oder mehrteilige Geschichte entstehen!

Ich wäre gerne ein...

Jedes Kind darf sich ein Tier aussuchen, das es gerne wäre, und begründen, warum es dieses Tier ausgewählt hat und was es dann könnte: Ich wäre gerne ein Kolibri, dann könnte ich den ganzen Tag durch den Regenwald schwirren und wunderschöne bunte Blumen besuchen. Optional: Welches Tier wäre ich nicht gerne? Ich möchte kein Steinbock sein, weil es mir oben in den Bergen viel zu kalt und steinig wäre.

Tierwissen

Das weiß ich schon!

Im Klassenverband, in der Gruppe oder alleine werden Informationen zu einem bestimmten Tier zusammengetragen. Die Textkarte wird laut gelesen; sie enthält erste Informationen über das Tier. Weiteres Wissen wird gesammelt (in Büchern oder im Internet) und zusammengetragen. Fragen an der Tafel können Hilfestellung geben: Wo lebt das Tier? Lebt es allein oder in der Gruppe? Was frisst es und wie bewegt es sich fort? Mag es lieber eine warme oder eine kalte Umgebung, eine trockene oder eine nasse? Ist es scheu oder zutraulich? Hat es Feinde? ... Kleingruppen können parallel an verschiedenen Tieren arbeiten und ihre Ergebnisse dann einander präsentieren.

Vermutungen

Andersherum können über völlig unbekannte Tiere erst einmal Vermutungen angestellt werden. Sieht es vielleicht einem anderen Tier ähnlich oder hat es einen ähnlichen Namen? Könnte es einen ähnlichen Lebensraum haben oder die gleiche Beute?

Bewegung, Klang und Kunst

Tiergeräusche imitieren

Jedes Kind darf sich ein Tier aussuchen oder blind eine Karte ziehen. Das Tiergeräusch wird imitiert; ein anderes Kind darf erraten, um welches Tier es sich handelt. Optional kann die Lautäußerung benannt und beschrieben werden: Die Amsel zwitschert. ... und ein Dialog kann entstehen: Zwitschert sie dabei eher nur auf einem Ton oder erkennt man eine Melodie? Beispielsweise im Musikunterricht lassen sich ergänzend auch Rhythmik oder Instrumente einbinden.

Tierbewegungen

Die Bewegung eines Tiers wird imitiert. Auch hier kann nachgefragt und näher beschrieben werden. Vielleicht bewegt sich ein Tier auf verschiedene Arten? Ein Gepard kann leise schleichen und ganz schnell rennen!

Tiere zeichnen

Das Kind darf sich ein Tier aussuchen und es zeichnen oder malen (abstrakt oder konkret). Optional kann versucht werden, die Informationen auf der Textkarte im Bild umzusetzen. Anschließend kann das eigene Bild den anderen vorgestellt und beschrieben werden.

Ein weiterer Vorschlag

Die Karten sind auch als Routine im Unterricht nutzbar, um Lernpaare oder -gruppen zusammenzustellen. Die Lehrkraft verteilt vorab gezielt die Karten und alle Kinder haben die Aufgabe, das Kind mit dem passenden Bild/Tiernamen/Text zu finden. In diesen Paaren/Trios wird dann zusammengearbeitet.